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Diabetes mellitus

Auf ein paar Worte .....
..... als Einführung zum Thema Diabetes mellitus


Alle Zellen des menschlichen Körpers brauchen Zucker als Energielieferant. Diesen Zucker entnehmen sie dem Blut. Um aber diesen Blutzucker aufnehmen zu können, brauchen sie ein Hormon, das im Normalfall ausreichend in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird:

das Insulin.

Dieser Stoff ist wie ein Schlüssel, der die Türen zu den einzelnen Körperzellen öffnet und damit den Zucker einlässt. Sollte dieses Insulin - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr ausreichend vorhanden sein, kommt es zum Krankheitsbild des Diabetes mellitus.

Wenn wir die seltenen Diabetes-Typen übergehen, bleiben grundsätzlich zwei Typen übrig:

Typ 1 und Typ 2,

die sich in ihrer Entstehungsweise grundsätzlich unterscheiden:

Der Typ 1, früher auch als jugendlicher Diabetes bezeichnet, ist gekennzeichnet durch massive "Selbstzerstörung" der Bauchspeicheldrüse. Er tritt normalerweise im Alter von 20 bis 30 Jahren auf. Aber auch im Säuglingsalter und bei betagten Erwachsenen kann dieser Typ erstmals in Erscheinung treten. Dieser Typ-1-Diabetes muss in jedem Fall und sofort mit Insulin behandelt werden; Tabletten sind wirkungslos, da die Bauchspeicheldrüse bereits zum großen Teil kaputt gegangen ist.
Diese Diabetiker müssen nun alle ihre Essensportionen in

Broteinheiten (BE)

oder, wie man heute sagt, in

Kohlehydrateinheiten (KE)

berechnen, da sie nur auf diese Weise auch ihre Insulinmenge an die Nahrungsmenge anpassen können, um stets gute Blutzuckerwerte zu haben.

Beim Typ-2-Diabetiker ist es zumindest anfänglich anders.
Seine Krankheit tritt vorwiegend nach dem 40. Lebensjahr auf und wurde früher als "Altersdiabetes" bezeichnet. Die Ursachen für diese Diabetesform liegen einmal in der erblichen Veranlagung, zu einem wesentlichen Teil aber auch in einer falschen Lebensführung:
Falsche Essgewohnheiten und zu wenig körperliche Bewegung sind der Hauptauslöser für das Entstehen. Und da immer mehr jüngere Leute sich falsch ernähren (Fastfood) und auch immer weniger Jüngere einen Beruf ausüben, der ihnen körperliche Leistungen abverlangt, tritt dieses Krankheitsbild mehr und mehr bei jüngeren Menschen auf.
In Amerika ist das mittlere Alter, in dem ein Typ-2-Diabetes auftritt, mittlerweile bei wenig über 30 Jahren. Und die Entwicklung geht bei uns in die gleiche Richtung. Allein schon aus diesem Grund benutzen wir den Ausdruck "Altersdiabetes" heute nicht mehr.

Im Gegensatz zum Typ-1-Diabetiker muss der Typ-2-Diabetiker so lange nicht in BE oder KE rechnen, wie er kein Insulin spritzt, denn er muss seine Therapie nicht an der Essmenge ausrichten. Allerdings wird viel mehr und meist auch Schwierigeres von ihm verlangt:
Er muss seine Essgewohnheiten grundsätzlich umstellen. Dieser Diabetiker braucht nämlich keine Diabetes-Diät. Er muss "nur" gesund leben. Und das heißt:

  • nicht mehr essen, als der Körper für seine Arbeit benötigt, eher deutlich weniger, um ein meist vorhandenes Übergewicht langsam, aber stetig reduzieren.
  • ausreichende körperliche Bewegung, und zwar nicht nur "hin und wieder", sondern täglich und ausreichend lang.
  • Im Gegensatz zum Tpy-1- hat der Typ-2-Diabetiker eine zwar eingeschränkte, doch noch funktionierende Bauchspeicheldrüse, die oftmals noch ausreichend Insulin produziert, wenn man sie denn nicht mit Riesenmahlzeiten überfordert und den Stoffwechsel durch ausreichend Bewegung in Schwung bringt. Hilfreich sind heir auch häufigere kleine Mahlzeiten, mit denen der Körper wesentlich besser fertig wird. Das ist nicht immer leicht. Nur so bleibt aber die Restfunktion der Bauchspeicheldrüse recht lange erhalten und der Diabetes kann mit Tablettenunterstützung behandelt werden.

Anders sieht es natürlich aus, wenn der Typ-2-Diabetes so weit fortgeschritten ist, dass er nach restloser Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse auch mit Insulin behandelt werden muss. Hier treten alle Gesetzmäßigkeiten des Typ-1-Diabetes in Kraft:
Die Nahrungsaufnahme sollte in BE oder KE berechnet werden, damit auch hier eine "maßgeschneiderte" Insulintherapie zum Ansatz kommen kann.


Symptome

  • vermehrter Durst
  • vermehrtes Wasserlassen
  • Müdigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Juckreiz
  • sexuelle Potenzstörung
  • Sehstörungen
  • schlechte Wundheilung
  • Infektanfälligkeit
  • Wadenkrämpfe

Aber:

Wenn Sie diese oder einen Teil dieser Symptome nicht haben, heißt das noch lange nicht, dass Sie keinen Diabetes mellitus haben!
Wenden Sie sich auf jeden Fall an Ihren Hausarzt.


Quelle: Dr. med. Gerd Heckmann
Bruchköbeler Straße 1a
63526 Erlensee

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